Überstellung Endspurt - Penang nach Phuket
There are no translations available. In Georgetown auf Penang konnten wir leider nur zwei Tage verbringen, haben aber zumindest die Altstadt (World Heritage Site) gut besichtigen können. Unser Freund Thomas kommt auch an Bord und fährt den letzten Teil der Reise mit. Wir beschließen schon in Penang auszureisen, haben aber einige Probleme bei der Immigration, da eine Dame dort auf ein Formular besteht, dass wir aber bei der Einreise auf Tioman nicht bekommen haben. Irgendwie schaffen wir es dann soweit, dass sie uns ein anderes Formular zum Ausfüllen gibt, wobei sie uns allerdings erst in der Früh ausreisen lassen will. Das würde bedeuten um 5 Uhr bei der Immigration zu sein. Das wollen wir nicht unbedingt und versuchen es am Abend nach dem Essen noch mal. Und siehe da, Schichtwechsel bei der Immigrationsbehörde, neue Leute, etwas plaudern über Fußball und alles ist kein Problem. Das geschafft, verabschieden wir uns von Felix und Tom's Eltern und legen ab Richtung Langkawi. Dort trudeln wir kurz vor Sonnenuntergang ein, nach langem, lautem und benzinfressendem Flauten-Motoren. Tom wünscht sich einen Elektroantrieb und Solarpaneele - nicht zum letzten mal ... Bei der "Fjord Anchorage" angekommen ankern wir sehr idyllisch. Zwischen den Inseln und beeindruckenden senkrechten Felswänden haben wir den Platz für uns alleine. Hat Tom sehr gut ausgesucht.
Am Morgen werden wir leider wieder mal von Regen begrüßt und schippern nach dem Frühstück ohne Wind ganz langsam Richtung Hauptinsel. Dort beschließen wir mit der Gondel, die lustigerweise von einer österreichischen Firma stammt, auf den 710m hohen Berg zu fahren, wo es eine Kurven-Hängebrücke mit einer Länge von 125m gibt. Man hat von dort wirklich eine tolle Aussicht auf die nahen Inseln und wir bleiben bis zum Sonnenuntergang oben. Von Langkawi gehts dann weiter in den Tarutao Nationalpark, der schon in Thailand liegt. Vor Koh Andang dann eine spektakuläre Sichtung. Sonne findet zwei Minke-Whales (Zwergwale) die wir eine Zeit lang beobachten können. Tom beschließt ins Wasser zu gehen, allerdings sind sie nicht wirklich an ihm interessiert und er bekommt sie unter Wasser leider nicht zu Gesicht. Sie umkreisen unser Boot in einem Abstand von nur 10m einige Male, sodass wir sie schön beobachten können, bis sie dann weiter ziehen.
Bei Koh Rawi kommen wir nach langer Zeit wieder zum Schwimmen und Schnorcheln und geniessen es, endlich wieder gute Sicht unter Wasser zu haben. Am nächsten Tag gehts zum nächsten Schnorchelstop bei Koh Rok, wo wir einen ganzen Tag bleiben. Wir finden einen offensichtlich vor kurzem abgebrannten und gesunkenen Segelkatamaran. Laut einem Reisepass, den wir neben Kleidung, Segeln und Geschirr finden, kann das ganze erst vor einigen Tagen passiert sein. Uns läuft ein Schauer über den Rücken und wir hoffen, dass uns sowas nie passiert. Zum Mittagessen gehen wir dann auf die Insel, wo man auch in Zelten übernachten kann, und finden Warane, die sich den Müll einverleiben. Wir hoffen, dass sie sich nicht den Verdauungstrakt lahm legen.
Am nächsten Tag gehen wir ganz in der Früh Anker auf, weil wir die ersten bei der Emerald Cave sein wollen, noch bevor die ganzen anderen Touristen kommen. Um 8 Uhr schnorcheln wir alle fünf gemeinsam in die Morakot Cave (wie sie eigentlich heißt). Das sind ca. 100m in völliger Dunkelheit, wobei Tom wenigstens eine kleine Stirnlampe mit hat. Man schwimmt also durchs Dunkle und plötzlich eröffnet sich ein kleiner Sandstrand der von einer hohen Felswand umringt ist. Echt paradiesisch! Dann gehts gleich weiter zum nächsten Highlight, dem Maya Beach auf Koh Phi Phi, bekannt aus dem Film "The Beach". Wir treffen erst Abends ein, was wirklich gut ist, weil es wimmelt nur so von Booten und Touristen. Uns ist nicht ganz wohl in der Haut, weil die Boote immer sehr nahe an unseres kommen. Aber anscheinend sind wir selbst, bzw. unser Boot, auch eine kleine Attraktion, weil die ganzen Touristen Photos von uns machen. Sehr lustig - aber unser großer Wharram Katamaran ist halt ein toller Anblick! Wir ankern über Nacht und geniessen den Strand, den wir Abends fast für uns alleine haben. Sonne entdeckt dann plötzlich zwei kleine Schwarzspitzenriffhaie. Als wir versuchen uns ihnen im seichten Wasser zu nähern, schwimmen beide aufeinander zu und erschrecken sich so vor einander, dass sie verschwinden. Schade, wir hätten sie gerne noch ein Weilchen beobachtet. Als wir am nächsten Morgen kurz vor 7 Uhr aufstehen, kommen auch schon die ersten Touristenboote. Es wird Zeit zu verschwinden. Bei Koh Bida Nok schmeissen wir Elke, Martin und Thomas ins Wasser zum Schnorcheln - ein wunderbarer Schnorchelplatz - und dann gehts gleich weiter Richtung Phuket. Bei einer wunderbaren achterlichen Brise setzten wir den Spinnaker und düsen unserem Ziel entgegen. Tom möchte noch einige Luftaufnahmen mit dem Drachen machen, der aber leider wegen zu wenig Wind abstürzt ... Allerdings erst nachdem einige gute Fotos gelungen sind. Wir können ihn retten und treffen schlußendlich nach 22 Tagen und 1.416,2 Seemeilen um 16:40 Uhr in der Ao Chalong, Phuket, ein, wo unsere Pakia Tea die nächsten Monate verbringen wird.
Bilder 1-12, 19, 20, 22-25, 46-48 © Schlossbergmartin
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Überstellung 3. Etappe - Durch die Malakkastrasse nach Penang
There are no translations available. Viel haben wir im Vorfeld über die Malakkastrasse gelesen und gehört. Jetzt ist es soweit und wir werden sie selbst erleben. Wir beschliessen direkt neben der Schiffahrtsstrasse (die für all die Frachter, Tanker usw. ist) zu fahren, da wir hoffen dort auf weniger Fischernetzte und Co. zu treffen. Tagsüber kann man diese wenigstens sehen, aber des nächtens hat man keine Chance und muss dann Netze ganz kompliziert frei schneiden. Nachdem wir nur wenig Wind haben wird zuerst mal motorgesegelt. Mittagspause machen wir bei einer kleinen Insel - Pulau Pisang (Bananeninsel). Zum Leidwesen von Alois können wir zwar Bananenstauden am Ufer entdecken. Allerdings sind unsere Skrupel zu groß, Bananen stehlen zu gehen, haben wir keine Zeit und wollen weiter, sind zu faul und haben auch sonst noch einige gute Ausreden, nicht an Land zu gehen - und lichten wieder den Anker. Wir beschliessen eine Nachtfahrt nach Muar einzuschieben, um Meilen zu machen und endlich wieder in schönes blaues Wasser zu kommen. Erstaunt stellen wir fest, dass die Bojen an denen die Netze hängen mit kleinen Blinklichtern ausgestattet sind. Allerdings muss man zwischendurch immer zwischen jeder Menge Fischerboote und Blinklichtern durchsteuern. Wobei man nicht immer genau weiß, ob sich die Fischerboote bewegen oder nicht.
Wir kommen sehr zeitig in Muar an, schlafen noch ein bißchen und fahren dann dort in den Fluss um Lebensmittel einzukaufen. Der einzige Haken ist, dass die Einfahrt in den Fluss sehr seicht ist und wir müssen uns wegen des ablaufenden Wassers beeilen. Das Einkaufszentrum stellt sich als sehr modern heraus, und wie die meisten Geschäfte in Malaysien sind die Besitzer Chinesen. Mit frischen, reifen Früchten und Gemüse schaut es eher schlecht aus. Naja, vielleicht an unserem nächsten Stop in Malaka/Melaka. Als wir zum Boot zurückfahren können wir noch ca. 10 cm kleine Schlammspringer entdecken. Wirklich süß!
Gut dass wir uns so beeilt haben, denn wir laufen genau bei Niedrigwasser aus ... Vielleicht sollten wir das nächste mal den Gezeitenkalender etwas genauer studieren. Der Wasserspiegel an der seichtesten Stelle ist auf 1,30m gesunken und Felix schafft es gerade noch heraus. Wir mit unserer Pakia tea haben da weniger ein Problem, da wir nur ca. 90cm Tiefgang haben. Allerdings passiert es dann endlich, dass wir in ein Fischernetz fahren. Zuerst hoffen wir es vom Boot aus lösen zu können, aber leider ist das Wasser zu trübe und wir bekommen es mit dem Bootshaken nicht zu fassen. Also stürzt sich Martin todesmutig in die Fluten und gemeinsam gelingt es uns das Netz, ohne es zu zerschneiden, loszulösen. Da kommt auch schon der Fischer, um zu schauen wie es um sein Netz steht. Vielleicht sollte er es ein wenig tiefer hängen (OK, bei knapp 2 m Wassertiefe vielleicht nicht so einfach) ... Wir fahre weiter nach Malaka/Melaka, kurz bevor wir eintreffen erreicht uns eine Regenwolke. Wir ertragen die Erfrischung tapfer und hoffen auf besseres Wetter in der Zukunft. Toms Eltern auf Felix sind schon früher am Ankerplatz und stellen fest, dass die Bucht entgegen den Angaben auf der Seekarte mittlerweile zur Hälfte mit Sand aufgeschüttet wurde, um Land zu gewinnen. Knapp vor dem Auflaufen können sie noch abbremsen und warnen uns rechtzeitig. Am nächsten Morgen wandern Tom und Martin zur nächsten Tankstelle und schleppen unter größten Strapazen Kanister um Kanister Sprit zurück zum Dinghi. Tom wünscht sich mal wieder Elektromotoren, nicht zum letzten mal ...
Dann geht es zum Sight-seeing nach Malaka/Melaka, wo schon alle Vorbereitungen fürs chinesische Neujahr getroffen werden. Der Ort ist wirklich sehr touristisch und wieder voll mit chinesischen Einwohnern. Ursprünglich von Portugiesen, dann von Niederländern und schliesslich von Engländern erobert, findet man in Melaka Spuren von all diesen Völkern. Teilweise schaut es aus wie in Amsterdam, mit den hohen Reihenhäusern. Als wir nach frischen Früchten fragen, werden wir wieder in ein rießiges Einkaufszentrum geschickt. Wir wundern uns, dass es dort keine Stände gibt, wie in Thailand, wo man frisches Gemüse und Obst kaufen kann. Naja, man muss halt nehmen was man bekommt.
Trotz Flaute am nächsten Tag fahre wir weiter Richtung Penang, wieder über Nacht, und Sonne kommt sich vor wie bei einem Computerspiel wegen der hunderten Leuchtbojen und Fischerboote. Mittlerweile sind wir schon über 1.000sm unterwegs. Über Sumatra sehen wir regelmäßig Wetterleuchten und hoffen, dass es dort bleibt. Mittags erreichen wir Pulau Rumbia, wo wir eigentlich über Nacht bleiben wollten aber nicht können, da es zum Ankern zu tief ist. Martin und Elke, sowie Tom's Mutter erkunden die Insel und finden auch eine Einwohnerin - eine Ziege! Die ergreift aber vor Martin sogleich die Flucht. Schade, hätte einen guten Braten abgegeben ;-) Auch Waranspuren kann man sehen. Wir tukeln also weiter und bahnen uns in den Morgenstunden einen Weg durch einen Schwarm von über hundert kleinen Trawlern. Sie schleppen kleine Netz knapp über dem Boden. Was sie da rausholen läßt sich nicht so leicht erkennen - es dürften aber Kalmare sein. Offenbar die einzigen Tiere, die sich schnell genug fortpflanzen, um bei dieser unheimlich intensiven Fischerei noch zahlreich sein zu können.
Dann erreichen wir endlich die Insel Penang/Pinang wo wir zuerst noch eine im Bau befindliche und eine schon fertige Brücke passieren. Zuerst muss Sonne aber wieder mal zwischen tausenden Minibojen durchmanövrieren, was sehr anstrengend ist und gute Nerven braucht. Am frühen Nachmittag erreichen wir die Marina. Alois leistet im Dinghi Manövrierhilfe (mit einem einzelnen 18PS Außenborder steuert sich ein 16m Katamaran nicht so gut) und wir schaffen bravurös das Anlegemanöver. Endlich mal eine laaaange Dusche, ruhiges Schlafen, volle Wasserbehälter an Bord und frisch gewaschene Wäsche! Man gönnt sich ja sonst nix.
Bilder 11,13,14 und 17 © Schlossbergmartin Bilder 2,3,5,6,7,8,9,10,16 und 18 © www.katamaran-felix.at
Überstellung 2. Etappe - vorbei an Singapur
There are no translations available. In Pulau Tioman reisen wir offiziell in Malaysien ein und erledigen brav alle Formalitäten. Wir treffen Elke und Martin, zwei Freunde, die uns nun begleiten werden. Sie sind schon einen Tag da und der Regen scheint ihnen garnichts auszumachen - liegt wohl an ihren Erlebnissen zuvor in einem überschwemmten Dschungelcamp. Tja, es ist halt Regenzeit, aber wir wollen eigentlich das Boot trocken legen, nachdem es auf der Überfahrt wegen der hohen Wellen und starken Schauer doch etwas nass geworden ist. Die einzige Kabine die trocken blieb, war unsere. Wir beschließen aufgrund des Wetters und der Windvorhersage nach zwei Tagen gleich weiter zu fahren. Die Mannschaft von Felix wird uns doch noch weiter begleiten - auch ihnen regnet es einfach zu viel. Um 5 Uhr früh geht es los zu einer Ankerbucht kurz vor der Durchfahrt bei Singapur, die wir dann doch lieber tagsüber machen wollen. Wind und Wellen sind mit uns, allerdings muss der arme Martin den Tag über liegend verbringen. Ist halt für den Anfang doch ein wenig zu schaukelig. Wir erreichen unser bisheriges Rekordtempo - 14,7 Knoten! Bei Sonnenuntergang kommen wir gut in der Ankerbucht Teluk Punggai (östlich von Singapur) an und freuen uns aufs Ausschlafen. Daraus wird leider nichts, denn die Wellen drehen direkt in die Bucht und unser Boot liegt genau quer dazu. Wir werden nicht nur durchgeschüttelt, sondern auch vom Lärm der klappernden Ruder wach gehalten. Wir beschließen wieder gegen 5 Uhr morgens los zu segeln. Im Dunkeln tasten wir uns zwischen ein paar Inseln durch, kaum graut der Morgen kommen schon die ganzen Schiffe in Sicht. Die AIS-Signale (werden von größeren Schiffen ausgesendet, wir haben einen Empfänger) haben es schon erahnen lassen aber in der Realität ist es noch viel beeindruckender. Schiffe so weit das Auge reicht, von einem Horizont zum anderen. Die Software unseres Kartenplotters schafft die vielen Signale nicht und stürzt ständig ab - was auch nicht unbedingt zur Beruhigung der Nerven beiträgt. Einmal versucht Sonne die ganzen Frachter, Tanker, Schlepper usw. zu zählen und kommen grob auf 130+, aber es sind sicher mehr. Gottseidank liegen fast alle vor Anker, trotzdem muss man recht aufpassen. Endlich sehen wir die Silhouette von Singapur, den größten Handelshafen der Welt. Ist schon sehr beeindruckend, auch wenn die Gebäude oft wie aus einem Disney-Film wirken. Wir schaffen es die ganze Strecke zu segeln, was das Erlebnis noch beeindruckender macht. Einmal werden wir fast von einem Kreuzfahrtschiff gerammt, das mit voller Fahrt auf uns zu kommt und eigentlich ausweichen müsste. Aber gut, wenn das Schiff soooo viel größer ist, dann zieht man immer den Kürzeren. Einige male düsen auch Militärjets über unsere Köpfe hinweg und wir werden sogar mal fast von Militärbooten umzingelt. Aber die machen nur irgendeine Übung und winken uns freundlich zu. Gegen halb Vier erreichen wir unsere Bucht Tanjung Piai, wo wir zwischen einem tollen Sonnenunter- und -aufgang eine schön ruhige Nacht verbringen können.
Bilder 1,2,5,12 und 13 © Schlossbergmartin Bilder 3,4,9,10 und 11 © www.katamaran-felix.at
Das erste große Segelabenteuer mit 'Pakia tea' - Überstellung nach Phuket, 1. Etappe
There are no translations available. Wir starten an einem trüben, regnerischen Morgen aus der Ankerbucht Salak Phet, Koh Chang, die in den letzten vier Jahren die Heimat unserer Pakia tea geworden ist. Es soll nach Phuket gehen, wo unser Boot generalsaniert wird. Die erste Etappe, ca. 560 Seemeilen Luftlinie, führt uns nach Pulau Tioman in Malaysien. Wir freuen uns schon sehr, auch wenn es sicherlich eine anstrengende Woche wird, da wir nur zu zweit sind und leider keinen funktionierenden Autopiloten haben. Unsere Wacheinteilung machen wir in drei Stunden Abschnitten. Nicht zu lange, aber als Erholungsphase noch ausreichend. Leider ist erst mal Gegenwind angesagt und die Wellen werden auch immer höher.Das mit dem Kochen stellt sich bei unserem provisorischen Herd und den Wellen als etwas schwierig heraus. Mir wird auch gleich mal ordentlich schlecht, als ich mich zu lange in der Küche aufhalte. Das erste mal, wobei ein Großteil sicher mit der Schwangerschaft zusammen hängt. Naja, morgen gibts dann halt nur schnelle Küche in Form von Müsli, Brot und Käse. Tom's Eltern mit ihrem Katamaran Felix begleiten uns, und wir begegnen uns auf dem Weg immer wieder, auch wenn wir nicht aufeinander warten. Die ersten Tage vergehen wie im Fluge und wir haben uns schnell an den Schlaf-Wachrhythmus gewöhnt. Am 05.01. wird der Wind immer stärker und bei Tom's Wache reisst plötzlich der Steuerbordbügel des Schonertravellers aus und muß neu gemacht werden. Dank der ausgeborgten Bohrmaschine von Tom's Vater ist der Schaden in ca. 1 Stunde repariert. Unser Windmesser funktioniert ja leider nicht und deshalb können wir so die Windstärke nur ungenau abschätzen. Bereits am 06.01. erreichen wir mit gutem Wind das Festland auf der der Westseite vom Golf von Thailand und fahren nun entlang der Küste Richtung Tioman. Plötzlich sehen wir ein zweigeteiltes Meer - zum Land hin türkis und weiter draußen tiefblau. Das liegt daran, das hier ein großer Fluss ins Meer mündet, sich die Wassermassen lange Zeit nicht Mischen und eine Front bilden. An Meerestieren, die man vom Boot aus sehen kann, ist diese Überfahrt eher enttäuschend. Nur eine kleine Schildkröte und eine Seeschlange konnten wir sehen. In der Nacht bevor wir schließlich Tioman erreichen hat uns leider das schlechte Wetter eingeholt. Die Nacht ist ziemlich stürmisch und teilweise regnet es sehr stark. Leider ist unsere Pakia tea noch nicht umgebaut und so kann man sich vor dem Regen eigentlich nicht verstecken. Also sitze ich 3 Stunden lang mit nasser Wäsche am Steuer und bewege mich kaum. Bin danach auch ausgekühlt und freue mich aufs kuschelige Bett in der Kajüte. Gegen 4:30 Uhr Früh erreichen wir, einige Stunden vor Felix, die Insel Tioman, können aber nicht ankern, weil es zu windig und die Bucht überall relativ tief ist. Also fahren wir bis zum Morgengrauen im Kreis, bis wir dann am nördlichen Ende der Bucht endlich vor Anker gehen können, um uns nach 615 Seemeilen mal ordentlich auszuschlafen.
Sailing Pictures December 2010 - January 2011
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