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Fragen & Antworten

Schließ dich der Flotte an und trage wichtige Daten zum Schutz und zur Erforschung von Korallenriffen bei.

Die Mission

CSI ist ein Citizen-Science-Projekt, das eine wichtige 'Datenlücke' in der Erforschung von Korallenriffen schließt. Wir mobilisieren Fahrtensegler – 'Vessels of Opportunity' – zur Überwachung von Korallenriffen an abgelegenen Orten. Durch das Sammeln standardisierter Videodaten helfen wir Wissenschaftlern, die Gesundheit der Riffe, Bleichereignisse und die Artenvielfalt in isolierten Regionen zu verfolgen, deren regelmäßige Überwachung sonst zu teuer wäre.
Wissenschaftliche Expeditionen zu abgelegenen Atollen sind logistisch schwierig und teuer. Fahrtensegler sind jedoch bereits vor Ort. Wir ankern genau an den Orten, an denen Daten am spärlichsten sind. Unsere Mobilität macht es möglich, ein globales, dezentrales Überwachungsnetzwerk aufzubauen, das einen deutlich geringeren CO2-Fußabdruck hinterlässt als spezielle Forschungsschiffe.
Überhaupt nicht. Das Protokoll wurde speziell für Nicht-Wissenschaftler entwickelt. Wenn du ein geübter Schwimmer oder Freitaucher bist, der ein gleichmäßiges Tempo halten und eine Action-Kamera bedienen kann, kannst du einen Beitrag leisten. Es ist keine taxonomische Ausbildung erforderlich.

Ausrüstung & Anforderungen

  • Aufnahmegerät: Eine wasserdichte Action-Kamera mit Bildstabilisierung, die 4K-Aufnahmen machen kann (z. B. GoPro Hero10 oder neuer). Ein Griff oder Selfie-Stick ist hilfreich.
    Andere Kameraoptionen +

    Olympus Tough oder ähnliche Unterwasserkameras?

    Unterwasser-Fotokameras fehlt oft eine gute Bildstabilisierung und Videos können meist nur in HD aufgenommen werden. Wir können jedoch auch verwackelte Aufnahmen stabilisieren, und gerade in abgelegenen Gebieten sind auch HD-Videos (statt 4K) sehr wertvoll. Wenn du also keine aktuelle Action-Kamera hast, aber trotzdem beitragen möchtest, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. – wir finden eine Lösung.

  • Geolokalisierung: Ein GPS-Gerät (Mobiltelefon in wasserdichter Tasche, GPS-Uhr oder Handgerät), um einen kontinuierlichen Track aufzuzeichnen.
    GPS-Optionen vergleichen +
    Altes Android-Handy
    Pro: Kostenlos (Wiederverwendung) Pro: Einfacher Export Contra: Akkulaufzeit

    Benötigt wasserdichte Hülle.

    Empfohlene App: GPS Logger Download-Link
    • Wähle in den Einstellungen einen "Lokalen Exportordner", damit die App weiß, wo der Track gespeichert werden soll.
    • Stelle das "GPS-Update-Intervall" auf 2s. Das verringert die Dateigröße und ist genau genug.
    • Wähle "Tracks in GPX exportieren".
    • Nach der Aufnahme kannst du den Track aus der Trackliste exportieren, teilen oder per E-Mail versenden.
    Preis: 0€
    Garmin eTrex SE
    Pro: Robust/Wasserdicht Pro: AA Batterien Neutral: Einfaches Display
    Spezielles Outdoor-Gerät. Zuverlässig, aber Datentransfer erfordert Kabel oder App-Kopplung.
    Preis: ~150€
    Columbus P-10 Pro
    Pro: Profi-Genauigkeit (Sub-Meter) Contra: Teuer/Spezialgerät
    Sehr hohe Genauigkeit. Kein Display zur Navigation (reiner Logger).
    Preis: ~300€
  • Zubehör: Eine Schwimmboje/Drybag-Kombination oder ein einfacher Drybag mit Leine für das GPS-Gerät. Für den Satellitenempfang muss das GPS immer über Wasser sein.

Ja, diese Einstellungen sind für die Standardisierung der Daten erforderlich:

  • Auflösung: 4K bei 30fps ist Standard (Minimum 2.7K).
  • Objektivmodus: Bitte verwende die Einstellung "Linear".
  • Warum? Weitwinkel- oder Fischaugenansichten verzerren das Bild und machen es schwierig, später die Fläche zu berechnen.
  • Zeit: Stell sicher, dass Uhrzeit und Datum mit dem GPS-Gerät synchronisiert sind.

Das Feldprotokoll

  • 1. Vorbereitung: Kamera- und GPS-Zeit synchronisieren. GPS in wasserdichte Tasche stecken und Leine befestigen. GPS-Tracking starten, bevor du ins Wasser gehst. Zeichne den Track deiner gesamten Session im Wasser auf.
  • 2. Der Start: Schwimm für mindestens 10 Meter in einem 90°-Winkel zu deinem ersten Startpunkt.
  • 3. Aufnahmesequenz:
    • 00:00 (Oberfläche): Horizont/Landmarken für den Kontext aufnehmen.
    • 00:02 (Unterwasser): Kamera untertauchen und ein langsames 360°-Riffpanorama aufnehmen.
    • 00:30 (Metadaten): Handzeichen für Tiefe zeigen (z. B. 3 Finger = 3m).
    • 00:35 (das eigentliche Transekt): Wenn die Tiefe 2 Meter überschreitet, tauch auf etwa 1,5m über dem Boden ab. Schwimm ca. 60 Sekunden lang geradeaus (ca. 20m). Halte die Kamera 1m vom Boden entfernt, nach unten und leicht nach vorne gerichtet.
    • 01:35 - 02:05 (Ende): Auftauchen und eine letzte langsame 360°-Ansicht aufnehmen.
  • 4. Ausstieg: Schwimm in einem 90°-Winkel für mindestens 10 Meter vom Endpunkt weg, um den GPS-Track zu markieren.
  • Hinweis: Wir machen die 360°-Riffpanoramen jetzt langsamer als in diesem Video gezeigt.
  • Wiederhole dies so oft du möchtest.
    Jeder Clip / jede Transektaufnahme sollte ungefähr 02:05 Min. lang sein, plus/minus 10 Sekunden. Während deiner Schnorchelsession kannst du so viele Transekte an so vielen verschiedenen Orten durchführen, wie du möchtest, aber stell sicher, dass du jeden neuen Abschnitt in einem rechten Winkel ansteuerst und verlässt. Wenn du nicht abtauchen möchtest, kannst du auch Stellen bis zu einer Tiefe von etwa 2 Metern aufnehmen. Bei Hochwasser kannst du auch das flache Riffdach aufnehmen, wobei du die Kamera knapp unter der Wasseroberfläche hältst – neige die Kamera stärker nach vorne, sodass der Abstand zwischen Riff und Bildmitte etwa 1m beträgt.

Absolut, ja! Sei dir jedoch bewusst, dass dies anspruchsvoller ist als beim Schnorcheln und daher nur für erfahrene Taucher empfohlen wird.

  • Kontext: Anstatt der Ansicht über Wasser zu Beginn, filme einfach deinen Tauchcomputer, um Tiefe und Wassertemperatur festzuhalten.
  • GPS-Logistik: Dein Buddy übernimmt die GPS-Oberflächenboje. Er muss sicherstellen, dass er den Startpunkt im 90°-Winkel ansteuert und den Endpunkt ebenso verlässt.
  • Präzision: Dein Buddy muss die Leine so senkrecht wie möglich halten und deinem Weg so genau wie möglich folgen, damit der GPS-Track genau zu deiner Videoposition passt.

Safety first! Die Sicherheit beim Tauchen geht immer vor.

Wir bitten dich, in einem 90°-Winkel (senkrecht) auf deinen Startpunkt zu und von deinem Endpunkt weg zu schwimmen. Das erzeugt eine klare 'Ecke' auf deinem GPS-Track, sodass unsere Software genau bestimmen kann, wo das wissenschaftliche Transekt beginnt und endet.

GPX track editing diagram showing 90-degree turns

Das linke Bild zeigt den rohen, kontinuierlichen GPS-Track einer gesamten Session im Wasser. Das rechte Bild veranschaulicht den Segmentierungsprozess, bei dem einzelne Transekte (gelb hervorgehoben) anhand der deutlichen 90°-Wendungen während der Start- und Endphasen vom kontinuierlichen Track abgegrenzt werden.

Bitte achte darauf, während des gesamten Vorgangs keine Korallen zu berühren. Stell sicher, dass dein Ankergeschirr keine Korallen beschädigen kann. Sei vorsichtig und viel Spaß!

Datenmanagement & Einreichung

Erstelle für jede Erhebung ein eigenes Verzeichnis mit diesem Format:

YYYY-MM-DD [Location Name], [Vessel Name]

Lege sowohl die Videodateien (.MP4 oder .MOV) als auch den vollständigen GPS-Track (vorzugsweise .GPX) in diesen Ordner.

Erstelle ein .zip-Archiv dieses Ordners.

Während unserer Pilotphase reichst du deinen Datenordner bitte über einen Cloud-Speicher-Link (Dropbox, Google Drive, WeTransfer usw.) oder per direkter E-Mail an die Projektkoordinatoren ein. Wir bauen derzeit eine dedizierte Weboberfläche für automatische Uploads und Synchronisierung.

Wenn du deine Daten lieber selbst hosten möchtest, kannst du deine Videos auf deinen persönlichen Kanal (YouTube, Vimeo,...) hochladen und uns einfach die Links zusammen mit deinen GPX-Tracks senden. Korrekte Metadaten sind jedoch entscheidend. Bitte benenne jedes Video genau nach diesem Format, damit wir es den GPS-Daten zuordnen können:

2025-11-21 FIJ Vanua N - Navadra S 01 1m

(Format: Date Country Region - Location TransectNumber Depth)

Bereit einzutauchen?

Dein nächster Ankerplatz könnte ein entscheidender Datenpunkt für die Meereswissenschaft sein.